Ratgeber
Sind Immobilien ein Inflationsschutz?
Was unsere Daten zeigen, ist die nominale Entwicklung der Angebotspreise – nicht inflationsbereinigte Werte und keine Gesamtrendite. Bundesweit liegt der Median-Angebotspreis bei 3.924 €/m², im Jahresvergleich +5,7 %. Für einen realen Werterhalt müssen Finanzierung, Mietertrag, laufende Kosten, Capex und Exit-Preis separat gerechnet werden.
Was die Preisentwicklung zeigt
Im Jahresvergleich liegt der bundesweite Median-Quadratmeterpreis bei +5,7 % (rollierender Sechs-Monats-Schnitt der Angebotsmediane; Beobachtung seit Juli 2023). Das ist die nominale Bewegung der Angebotspreise.
Die kurze Antwort
Immobilien können langfristig vor Inflation schützen, wenn Kaufpreis, Lage, Finanzierung, Instandhaltung und laufende Erträge zusammenpassen. Aus reinen Angebotspreisen folgt das aber nicht automatisch.
Unsere Daten zeigen den nominalen Marktanker: bundesweit 3.924 €/m², zuletzt +5,7 % im Jahresvergleich. Ein echter Inflationsschutz entsteht erst, wenn die Wertentwicklung nach Kosten und Finanzierung mindestens mit der Inflation Schritt hält und der notwendige Capex nicht die reale Rendite aufzehrt.
Wichtige Einschränkungen der Daten
Unsere Werte sind nominal, also nicht um die Inflation bereinigt. Ein realer Werterhalt ergibt sich erst, wenn die nominale Entwicklung die Inflation übertrifft.
Es sind außerdem Angebots-, keine Notarverkaufspreise, und sie enthalten keinen Mietertrag – eine Gesamtrendite (Wertentwicklung plus Mieten abzüglich Kosten) lässt sich daraus nicht berechnen. Ebenfalls nicht sichtbar sind Capex, nicht umlagefähige Kosten, Leerstand, Finanzierung und steuerliche Effekte. Die Entwicklung variiert zudem stark zwischen den Städten.
So lesen Sie die Daten für diese Frage
Vergleichen Sie zuerst die lokale Preisentwicklung mit dem Einstiegspreis des konkreten Objekts. Wer bereits deutlich über dem lokalen Markt kauft, braucht mehr künftige Entwicklung, um denselben realen Schutz zu erreichen.
Danach zählen Kosten, Finanzierung und Objektqualität. Hohe laufende Kosten, Modernisierungsbedarf oder eine schwache Mikrolage können den Inflationsschutz aufzehren, selbst wenn der Gesamtmarkt nominal steigt. Für Investoren gehört auch die Exit-Liquidität in diese Lesart: Ein nominal höherer Preis hilft wenig, wenn der spätere Verkauf nur in einem engen Käuferkreis möglich ist.
Wie der Begriff gemeint ist
Mit „Inflationsschutz“ ist meist gemeint, dass ein Sachwert wie eine Immobilie über die Zeit nominal mit dem allgemeinen Preisniveau steigt. Ob das im Einzelfall aufgeht, hängt von Lage, Objekt, Kaufpreis, Finanzierung und Haltedauer ab. Vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft; diese Seite ist eine neutrale Daten-Einordnung, keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Sind Immobilien ein Inflationsschutz?
Pauschal lässt sich das nicht sagen und es ist keine Beratung. Unsere Daten zeigen die nominale Angebotspreisentwicklung (bundesweit 3.924 €/m², +5,7 % im Jahresvergleich); ein realer Werterhalt setzt voraus, dass diese Entwicklung die Inflation übertrifft.
Wie haben sich die Immobilienpreise zuletzt entwickelt?
Der bundesweite Median-Quadratmeterpreis liegt im Jahresvergleich bei +5,7 % (nominal, rollierender Sechs-Monats-Schnitt).
Zeigt ScreenImmos reale oder nominale Preise?
Nominale Angebotspreise – nicht inflationsbereinigt und keine Notarverkaufspreise.
Gilt das bundesweit gleich?
Nein, die Entwicklung unterscheidet sich deutlich je Stadt. Die Werte je Stadt stehen auf den jeweiligen Stadtseiten.
Are German properties an inflation hedge? (English summary)
What our data shows is the nominal development of asking prices — not inflation-adjusted figures and not total return. The national median asking price is 3,924 €/m², +5.7% year over year.
- Nominal median asking price: 3,924 €/m² per square metre.
- Figures are nominal asking prices — not real (inflation-adjusted), not notarized sale prices, and exclude rental income.
- Development varies widely by city — see the individual city pages.
Are German properties an inflation hedge?
There is no blanket answer and this is not advice. Our data shows nominal asking-price development (national median 3,924 €/m²); a real hedge requires that development to outpace inflation.
Does ScreenImmos show real or nominal prices?
Nominal asking prices — not inflation-adjusted and not notarized sale prices.
So entstehen diese Inhalte
Dieser Beitrag ist eine neutrale, redaktionelle Einordnung auf Basis der Angebotspreise aus den öffentlichen Inseraten von über 47 deutschen Immobilienportalen, dedupliziert auf Objektebene. Es handelt sich um eine statistische Auswertung, nicht um Notarverkaufspreise; erfasst werden ausschließlich Eigentumswohnungen. Mietrenditen oder Kaufpreisfaktoren weisen wir nicht aus, da keine Mietdaten vorliegen. Die Inhalte sind keine Anlage- oder Finanzierungsberatung. Vollständige Methodik →