ScreenImmos Investor Research

Angebotspreise vs. Transaktionsdaten

These: Für den ersten Ankaufsscreen sind Angebotsdaten die schnellere Quelle: ScreenImmos sieht 304.229 aktive Wohnungsangebote mit 3.924 €/m² Bundesmedian, 37 Tage Median-Standzeit und 13,5 % Preisreduktionen. Für Marktwert, Zyklus und Beleihung bleiben Transaktionsdaten überlegen. Ein belastbarer Investor-Stack nutzt Angebot für Sourcing und Timing, Transaktion für Audit, Miete für Ertrag und Banklogik für Kapitaldienst.

Investor Question
Welche Datenquelle beantwortet welche professionelle Investmentfrage?
Sample Context
304.229 aktive Angebote, Juli 2023 bis August 2026, Stand . City-Gate 500 aktive Angebote, Stadtteil-Gate 100 aktive Angebote. Nur aggregierte öffentliche Angebotsdaten; keine Einzelangebote, keine privaten Bewertungswerte und keine modellinternen Abweichungsgrößen.
Research Confidence
Städte-Exhibit mit qualifizierten Aggregatwerten; Screening-Signal, keine Objektbewertung.

Was sich im Underwriting ändert

Der wichtigste Fehler ist, Angebotsdaten wie Transaktionsdaten zu behandeln oder Transaktionsdaten für Live-Sourcing zu langsam einzusetzen. Angebotsdaten zeigen Verkäufererwartungen, Angebotsbreite, Standzeit und Repricing fast live. Transaktionsdaten zeigen, was Käufer, Verkäufer, Bank und Notar tatsächlich abgeschlossen haben. Beide Datenquellen sind richtig, wenn die Frage richtig gestellt wird.

  • Das Signal aus Welche Datenquelle beantwortet welche Investmentfrage? als First-Pass-Filter nutzen, nicht als Kaufentscheid.
  • Preisband, Finanzierung, Zustand, Vermietung, WEG, Capex und Exit-Liquidität in derselben Rechnung prüfen.
  • Bei dünner oder widersprüchlicher Evidenz breiter rollen: weniger Segmentierung, größere Geografie oder keine These.

Exhibit 1

Welche Datenquelle beantwortet welche Investmentfrage?

Aggregierte ScreenImmos-Angebotsdaten. Das Exhibit dient als Screening- und Vergleichsrahmen, nicht als Objektbewertung.

InvestmentfrageBeste PrimärquelleScreenImmos-BeitragFehlinterpretation
Live-Sourcing / DealflowAktive Angebotsdaten304.229 aktive Angebote; Berlin allein mit 27.057 Angeboten und 4.407 €/m² bis 7.071 €/m² P25/P75-Bandein Angebot ist eine Forderung, kein beurkundeter Abschluss
Preisanker vor LOILokale AngebotsverteilungP25/P50/P75 je Stadt und Stadtteil; Publikation erst ab 500 Stadt- und 100 StadtteilangebotenMedian als Fair Value lesen, obwohl Zustand, Mietvertrag und WEG fehlen
Marktwert- und ZyklustheseDestatis, vdp, GREIXaktueller Angebots- und Liquiditätspuls gegen offizielle und transaktionsbasierte IndizesTransaktionsdaten sind belastbarer, aber zeitverzögert und gröber
Miete, DSCR, ExitMietvertrag, Mietspiegel, Bank, HausgeldKaufpreis-Seite, Standzeit und Repricing für die erste SensitivitätRendite behaupten, bevor Miete, Kosten, Leerstand und Capex geprüft sind

Executive View

Der wichtigste Fehler ist, Angebotsdaten wie Transaktionsdaten zu behandeln oder Transaktionsdaten für Live-Sourcing zu langsam einzusetzen. Angebotsdaten zeigen Verkäufererwartungen, Angebotsbreite, Standzeit und Repricing fast live. Transaktionsdaten zeigen, was Käufer, Verkäufer, Bank und Notar tatsächlich abgeschlossen haben. Beide Datenquellen sind richtig, wenn die Frage richtig gestellt wird.

Methodik: Was ScreenImmos belastbar misst

ScreenImmos aggregiert öffentliche, aktive Eigentumswohnungsangebote aus mehr als 47 Portalen, dedupliziert sie und veröffentlicht nur Märkte mit ausreichender Stichprobe. Bundesweit liegen zum Stand 14.08.2026 304.229 aktive Angebote im veröffentlichten Angebotsdatensatz; der Median liegt bei 3.924 €/m².

Das wichtigste Qualitätsprinzip ist Roll-up statt Scheingenauigkeit: Städte werden erst ab 500 aktiven Angeboten veröffentlicht, Stadtteile erst ab 100 aktiven Angeboten und stabiler Median-Schätzung. Im größten qualifizierten Markt der Stichprobe, Berlin, liegen 27.057 aktive Angebote vor; das P25/P75-Band reicht dort von 4.407 €/m² bis 7.071 €/m².

Wann Transaktionsdaten überlegen sind

Destatis, vdp und GREIX sind überlegen, wenn die Frage lautet, was tatsächlich gehandelt wurde, wie sich der Zyklus hedonisch bereinigt bewegt oder wie Banken und Gutachter Marktwerte plausibilisieren. vdp basiert auf echten Kauffällen aus mehr als 700 Banken; GREIX nutzt Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse und hedonische Methoden. Diese Daten sind weniger nah am heutigen Dealflow, aber stärker für Marktwert- und Zyklusthesen.

Der offizielle Kontext stützt die Trennung: Destatis zeigt im Jahresdurchschnitt 2025 wieder +3,2 % Wohnimmobilienpreise nach -8,4 % im Jahr 2023; GREIX meldete für Wohnungen im Q1 2026 nominal +0,5 % zum Vorjahr und zugleich schwächere Liquiditätsindikatoren. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Warnung vor einer einzigen Marktzahl.

False Positives und False Negatives

Ein günstiger Angebotspreis kann ein False Positive sein: Mietbindung, Sanierungsstau, WEG-Risiken, schlechte Mikrolage oder ein noch immer zu hoher Ausgangspreis können den scheinbaren Abschlag erklären. Auch eine Preisreduktion ist nur ein Signal, solange der neue Preis nicht gegen Submarkt, Zustand und Miete geprüft ist.

Ein False Negative entsteht, wenn ein Markt wegen dünner Teilstichprobe nicht veröffentlicht wird, obwohl einzelne Objekte investierbar sein können. Für öffentliche Research-Seiten ist das richtige Ergebnis dann kein exakter Median, sondern breitere Geografie, weniger Segmentierung oder keine Veröffentlichung.

Nächste Due-Diligence-Schritte

Nach dem Datenscreen folgt die Objektprüfung: Angebot gegen lokales P25/P50/P75-Band und Standzeit prüfen, Exposé und Preisänderungshistorie lesen, Mietvertrag, Hausgeld, Rücklage, WEG-Protokolle, Energiezustand und Capex anfordern und den Kaufpreis mit lokalen Transaktionsankern plausibilisieren.

Für das Investment Committee reicht der Angebotsdatensatz allein nicht. Dort müssen Miete, Leerstand, Modernisierung, Finanzierung, Beleihungswert, Exit-Liquidität und Steuer-/Rechtsfragen in eine separate Prüfung; dieser Report ist dafür der Datenrouter, nicht die Anlageentscheidung.

Risiken, Grenzen und Public-Data-Schutz

Alle ScreenImmos-Zahlen sind Angebotspreise für Eigentumswohnungen. Sie ersetzen keine Objektprüfung, keine Finanzierungskalkulation und keine rechtliche oder steuerliche Prüfung. Der Report ist keine Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Veröffentlicht werden nur aggregierte öffentliche Marktdaten, keine privaten Bewertungswerte, Modellabweichungen oder einzelne Inseratsdetails.

Mehr zur Datengrundlage: Methodik der Immobilienpreise.

Was als Nächstes zu prüfen ist

  • Stadt- oder Stadtteilseite öffnen und P25/P50/P75 gegen die konkrete Mikrolage lesen.
  • Objektunterlagen prüfen: Energiezustand, Mietvertrag, Hausgeld, Rücklage, WEG, Capex und Leerstand.
  • Finanzierung gegen Eigenkapital, Zinsbindung, Kapitaldienstpuffer und Exit-Liquidität rechnen.

Häufige Fragen

Sind diese Reports Anlageberatung?

Nein. Die Reports sind datenbasierte Marktanalysen für Screening und Due Diligence, keine Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.

Welche Daten nutzt ScreenImmos?

Öffentliche, aktive Eigentumswohnungsangebote aus mehr als 47 Portalen, dedupliziert und aggregiert; keine privaten Einzelobjektbewertungen.

Warum werden keine Mietrenditen veröffentlicht?

Ohne belastbare lokale Vertrags- oder Angebotsmieten, Hausgeld, Leerstand und Capex wäre eine Renditezahl scheingenau.

Exhibit 2

Quellen und Datenstand

Externe Quellen wurden am 14.08.2026 geprüft. ScreenImmos-Zahlen stammen aus der eigenen aggregierten Angebotspreis-Datenbasis.

Quellenkontext anzeigen
QuelleVerwendeter Kontext
Destatis: WohnimmobilienpreisindizesDer Hauspreisindex lag 2025 im Jahresdurchschnitt 3,2 % über Vorjahr; 2023 war er 8,4 % gefallen.
vdp: Property Price IndexDer vdp-Index basiert auf tatsächlichen Transaktionsdaten aus 700+ Banken.
Kiel Institut: German Real Estate IndexGREIX nutzt wissenschaftliche, hedonische Methoden und notarielle Kaufpreisdaten.
GREIX Q1 2026: Sales price indexWohnungspreise lagen im Q1 2026 nominal 0,5 % über Vorjahr; Liquiditätsindikatoren zeigen längere Vermarktung.